Sprachenwahl_deutschSprachenwahl englisch

Increase size
Reset to Default
Decrease size

Überbetriebliche Ausbildung

Hinweis: Dieser Bereich wird demnächst auf der Basis der ab dem 01.08.2016 geltenden neuen Ausbildungsordnung und des neuen Rahmenlehrplanes überarbeitet.

Die überbetriebliche Ausbildung soll Ausbildungsinhalte vermitteln, die entweder von einem großen Teil der Betriebe selbst nicht oder nur unzulänglich vermittelt werden oder es soll eine Anpassung an neue Techniken erfolgen. Sie ist vom Wesen her Teil der betrieblichen Ausbildung.

Im Hörgeräteakustiker-Handwerk wird die überbetriebliche Ausbildung in der Verantwortung der Akademie für Hörgeräte-Akustik in Lübeck durchgeführt. Im Rahmen der Lernortkooperation arbeiten Akademie und Landesberufsschule hier eng verzahnt zusammen. Der Unterweisung liegen die durch das Bundesministerium für Wirtschaft anerkannten Unterweisungspläne zugrunde.

Die überbetriebliche Ausbildung bezieht sich schwerpunktmäßig auf folgende Ausbildungsgebiete:

Kurs  Ausbildungsgebiete
Ü1 / 3. Kurs Otoplastik und Reparaturtechnik
Ü2 / 7. Kurs* Audiometrie und Hörgeräteanpassung

* in Umschülerklassen: 6.Kurs

Die überbetriebliche Ausbildung ist in der Hörgeräteakustik in folgenden Formen organisiert:

  • integrierte überbetriebliche Ausbildung
  • geblockte überbetriebliche Ausbildung


Um die überbetriebliche Ausbildung erfolgreich absolvieren zu können, müssen die Auszubildenden im Rahmen der betrieblichen Ausbildung und des Berufsschulunterrichts bestimmte praktische und theoretische Vorkenntnisse erworben haben.

Weitere Einzelheiten zur Überbetrieblichen Ausbildung sind unter www.aha-luebeck.de zu finden.

 Otoplastik

Voraussetzungen/Vorkenntnisse für die ÜA

  • äußeres Ohr sowie Ohrmuschel, Gehörgang und Trommelfell beurteilen
  • Eigenschaften von Abformmaterialien beurteilen
  • Abformverfahren beschreiben und Funktionsabformungen anfertigen
  • Abformverfahren und -materialien auswählen
  • Ohrabformungen zur Herstellung der Rohlinge erstellen
  • Werkstoffe für die Herstellung von Otoplastiken kennen
  • Ohrpassstücke in Schalen-, Ring- u. SE-offen kennen und ausarbeiten sowie Ohrmulden u. ihre Anwendung beschreiben
  • Klebearbeiten an Otoplastiken ausführen sowie Eigenschaften von Klebern, Lösungsmitteln, Lacken und anderen Hilfsstoffen kennen.

 

 Reparaturtechnik

Voraussetzungen/Vorkenntnisse für die ÜA

  • Zusammenhänge zwischen den elektr. Größen „Spannung, Strom, Widerstand und Leistung“ und deren Vorkommen bzw. Wirken in Hörgeräteschaltungen
  • Aufbau, Wirkungsweise und Kenndaten von Energiequellen für Hörsysteme
  • Messen der Gesamtstromaufnahme eines Hörsystems
  • Blockschaltbild eines Hörgerätes sowie Klassifizierung von Hörsystemen nach Bauformen
  • Aufbau und Eigenschaften von Messanlagen zur Bestimmung der akustischen Kenndaten von Hörsystemen
  • Allgemeine Abläufe beim Warten und Instandsetzen von Hörsystemen

 

 Audiometrie/Hörsystem-Anpassung

 Voraussetzungen/Vorkenntnisse für die ÜA

  • Kenntnisse der Anatomie, Physiologie und Pathologie des Ohres
  • pathologische Befunde, insbesondere Schalleitungs-, Innenohr- und neurale  Schwerhörigkeiten erkennen und beschreiben können
  • physio- und psychoakustische Phänomene, insbesondere Lautheit, Tonheit, Frequenzabhängigkeit und Dynamikbreite des Hörens
  • Kenntnisse und Fertigkeiten über akustische Kenndaten
  • Aufbau und Eigenschaften von Audiometern (Ton- und Sprachaudiometern)
  • Einweisungen durchführen können
  • LL- und KL-Messungen durchführen können
  • HV. f. Spr., Diskriminationsverlust und –kurve ermitteln können
  • U-Grenzen feststellen können
  • Ton- und Sprachaudiogramme zeichnen und auswerten können
  • Kenntnisse über die Klassifizierung von Hörhilfen/ -systemen nach Bauformen, Schallübertragung, Technologie und Signalverarbeitung
  • Klassifikation von Hörhilfen/Systeme nach ihren Einstellmöglichkeiten und akustischen
  • Grundsätzlicher Aufbau und Wirkungsprinzip von Hörgeräten erklären sowie Blockschaltbilder zeichnen
  • Signalverarbeitungsprinzip von Hörgeräten erklären können
  • Audiologisches Vorgespräch durchführen und ihre Ergebnisse interpretieren
  • Indikation und Kontraindikationen für die Hörgeräteanpassung beschreiben
  • Anpassbericht erstellen und die Hörgeräteanpassung in ihren einzelnen Schritten unter Berücksichtigung der individuellen Erfordernisse des Hörbehinderten erklären
  • Hörbehinderte im Handhaben und in der Pflege der Hörhilfe, insbesondere beim
  • Auswechseln der Energiequelle, beim Ermitteln der optimalen Lautstärke, beim
  • Bedienen der Hörspule und beim Einsetzen des Ohrpassstückes, anleiten
  • Grundkenntnisse über Zusatzeinrichtungen für Hörbehinderte und Anleitung in der
  • Handhabung und Pflege der Zusatzeinrichtung